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10 Thesen zu New Work von Marc Wagner

Arbeit 4.0Insights

Marc Wagner ist Managing Partner und Leader der Practice New Work & Company ReBuilding bei Detecon International. Als solcher gehört das Thema New Work zu seinem Tagesgeschäft. Durch den Company ReBuilding Ansatz strebt er zusammen mit Detecon eine “sanfte” Unternehmenstransformation an, bei welcher agile und effiziente “Zellen” innerhalb der Organisation aufgebaut werden sollen.

Als ehemaliger Unternehmer und Konzernmitarbeiter hat er zudem einen umfassenden Überblick zum Thema aus verschiedensten Perspektiven gewinnen können. Zusammen mit weiteren Experten veröffentlichte Wagner vergangenes Jahr das Management Handbuch “New Work: Auf dem Weg zur neuen Arbeitswelt” veröffentlicht. Für Workpath hält er seine wichtigsten Gedanken zum Thema New Work in 10 Thesen fest.

These 1

New Work darf nicht zum Selbstzweck werden und zu einer “kulturellen Selbstverliebtheit” führen. Letztlich drehen sich auch im digitalen Zeitalter erfolgreiche Unternehmen nicht um sich selbst und um sozialromantische Ideen – sondern um den Kunden und dessen “job-to-be-done”.

These 2

Erfolgreiche New Work Konzepte (gemäß unseres Company ReBuilding Ansatzes) stellen nicht die Frage nach Employee oder Customer Centricity, sondern verknüpfen konsequent Kunden- und Mitarbeitersicht. Letztlich verschwimmen in Zeiten von Co-Creation auch hier die Grenzen.

These 3

New Work ist zudem ein ganz wesentlicher – wenn nicht gar DER – Erfolgsfaktor im War for digital Talents. Zudem bildet New Work die Basis für Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung, wenn es nicht für Command & Control und Selbstausbeutung 4.0 missbraucht wird.

These 4

Um New Work erfolgreich im Unternehmen umsetzen zu können, benötigen Sie Überzeugungstäter auf Geschäftsführungs- bzw. Vorstandsebene. Andernfalls ist die Investition in Changemanagement Maßnahmen immens.

These 5

Die umfassende Mitwirkung von Mitarbeitern ist ein New Work Grundsatz, der sich auch in einem New Work Umsetzungsprojekt wiederfinden sollte – und zwar nicht als „Placebo Maßnahme“.

These 6

Ohne ein harmonisches Zusammenspiel der Dimensionen People, Places, Technology und Principles & Regulations springen New Work Umsetzungen zu kurz.

These 7

Es ist gefährlich, kurzfristige Effekte von New Work Umsetzungen mit einem Business Case hinterlegen zu wollen. Kulturelle Veränderungen wirken langfristig und lassen sich nicht in kurzfristige KPIs zwängen.

These 8

Schaffen Sie bei der Einführung von New Work Räume zum Experimentieren. Darin können Mitarbeiter und Führungskräfte die neuen Arbeitsszenarien ausprobieren und etwaige Vorbehalte und Ängste abbauen. Dies hilft auch bei der Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat.

These 9

New Work erfordert ein völliges Neudenken bei der Gestaltung des Arbeitsumfeldes und der Rolle des physischen Office. Flexibilität, Inspiration und Funktionalität stehen hierbei im Fokus. Der Einzel- oder Desksharing-Arbeitsplatz tritt in den Hintergrund und wird ersetzt durch Kollaborations-, Projekt- und Kreativbereiche.

These 10

Beim Thema mobiles Arbeiten und Home-Office sollte man bei einer New Work Umsetzung nicht überziehen. Letztlich ist ein ausgewogenes Maß an Präsenz und Virtualität wichtig für die Identifikation mit dem Unternehmen und den Zusammenhalt im Team. Mobiles Arbeiten soll neue Möglichkeiten schaffen und nicht zum Dogma werden.

 

Dieser Artikel ist ursprünglich auf Marc Wagners LinkedIn erschienen.

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