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Beispielfragen für 360 Grad Feedback

Feedback

Beispielfragen für 360 Grad Feedback

360 Grad Feedback ist ein Konzept und Prozess, bei welchem Mitarbeiter Feedback von verschiedenen internen und externen Stakeholdern ihrer Organisation erhalten sowie sich selbst reflektieren. In der Regel füllen 8 bis 12 Personen ein Feedback-Formular mit einer Reihe an Fragen zu einem breiten Spektrum arbeitsrelevanter Fähigkeiten für einen Mitarbeiter aus. Diese Personen können beispielsweise Manager, Kollegen oder Kunden des entsprechenden Mitarbeiters sein. Die Person, welche das Feedback erhält, füllt das Feedback-Formular zudem selbst aus.

360 Grad Feedback konzentriert sich verstärkt auf Verhalten und Fähigkeiten statt nur auf bloße Grundfertigkeiten und Arbeitsplatzanforderungen. Es adressiert in der Regel Fähigkeiten wie Zuhören, Planen und Zielsetzen. Zudem blickt es auch auf subjektive Bereiche wie Teamwork und Führungsqualitäten. Zusammengefasst bietet 360 Grad Feedback Mitarbeitern einen Überblick darüber, wie sie und ihr Verhalten bzw. ihre Verhaltensweisen aus der Perspektive anderer Stakeholder der Organisation gesehen werden.

Das Verhalten der Mitarbeiter ist also beobachtbar und kann bestimmten Unternehmenswerten zugeordnet werden. Ob sich ein Mitarbeiter nun nach diesen Werten verhält, kann mit Hilfe des 360 Grad Feedbacks herausgefunden werden. An dieser Stelle ist zu beachten, dass jedes Unternehmen individuelle Werte aufweist und sich die Gestaltung des Feedback-Formulars somit von Unternehmen zu Unternehmen unterscheidet. Um jedoch einen geeigneten Ansatzpunkt zu finden, möchten wir in diesem Artikel Unternehmen einen Fragekatalog mit 55 Beispielfragen zur Orientierung an die Hand geben:

Kundenzentriertheit

  • Bewerten Sie auf einer Skala (von 1-5) die Fähigkeit des/der Mitarbeiters/Mitarbeiterin, die Bedürfnisse des Kunden zu verstehen.
  • Bewerten Sie auf einer Skala (von 1-5) die Fähigkeit des/der Mitarbeiters/Mitarbeiterin, starke Beziehungen zu neuen und bestehenden Kunden zu entwickeln und zu fördern.
  • Bewerten Sie auf einer Skala (von 1-5) wie stark der Aspekt Kundenpriorisierung bei Ihrem/Ihrer Mitarbeiter/in ausgeprägt ist.
  • Wie geht der/die Mitarbeiter/in mit einem anspruchsvollen Kunden um und wie gelingt es ihm/ihr, die Bedürfnisse des Kunden zu erfüllen?
  • Beschreiben Sie die Art, wie der/die Mitarbeiter/in mit Kunden umgeht.

Entwicklung anderer 

  • Der/die Mitarbeiter/in schafft eine positive Lern- und Arbeitsumgebung.
  • Der/die Mitarbeiter/in fördert den Gedanken der kontinuierlichen Verbesserung.
  • Der/die Mitarbeiter/in bietet personalisiertes Coaching und Unterstützung für andere.
  • Der/die Mitarbeiter/in setzt und vereinbart Ziele mit seinen/ihren Kollegen und überwacht deren Fortschritte.
  • Der/die Mitarbeiter/in versteht die Stärken und Bestrebungen der anderen und berücksichtigt sie bei der Aufgabenverteilung.

Integrität und Ehrlichkeit

  • Der/die Mitarbeiter/in ist ehrlich und vertrauenswürdig.
  • Der/die Mitarbeiter/in hält Versprechen ein und man kann sich auf ihn/sie verlassen.
  • Der/die Mitarbeiter/in übernimmt Verantwortung für sein/ihr eigenes Handeln.
  • Der/die Mitarbeiter/in stellt ein gutes Beispiel für das Verhalten dar, welches er/sie auch von anderen erwartet.
  • Der/die Mitarbeiter/in übernimmt Verantwortung für die eigene Arbeit und Entscheidungen.
  • Der/die Mitarbeiter/in kann Fehler zugeben.
  • Der/die Mitarbeiter/in verleiht verdienten Parteien Anerkennung und nimmt keine Anerkennung für die Arbeit anderer an.
  • Der/die Mitarbeiter/in steht zu seinen getroffenen Entscheidungen und bleibt seinem Wort treu.  

Problemlösungsorientiertes Arbeiten

  • Löst der/die Mitarbeiter/in Probleme effektiv?
  • Welche Fähigkeiten hat der/die Mitarbeiter/in bei der Lösung von Problemen und der Suche nach Lösungen und Verbesserungen bewiesen?
  • Der/die Mitarbeiter/in bringt neue Ideen und Ansätze.
  • Der/die Mitarbeiter/in denkt “outside of the box”, um neue Lösungen zu finden.  
  • Der/die Mitarbeiter/in sucht nach aktuellen Herausforderungen, um Verbesserungsmöglichkeiten zu finden.
  • Der/die Mitarbeiter/in analysiert Probleme und reduziert sie auf ihre Bestandteile.

Teamwork

  • Der/die Mitarbeiter/in funktioniert gut im Team.
  • Der/die Mitarbeiter/in ist anpassungsfähig und offen für Veränderungen.
  • Der/die Mitarbeiter/in berücksichtigt die Ansichten anderer Personen.
  • Der/die Mitarbeiter/in behandelt andere mit Respekt.
  • Der/die Mitarbeiter/in bietet faires und konstruktives Feedback.
  • Der/die Mitarbeiter/in fokussiert das Team darauf, was langfristig zum Erfolg beiträgt.
  • Der/die Mitarbeiter/in  unterstützt weniger erfahrene Kollegen.
  • Bewerten Sie auf einer Skala (von 1-5) die Fähigkeit des/der Mitarbeiters/Mitarbeiterin , mit verschiedenen Personengruppen zu arbeiten.
  • Bewerten Sie auf einer Skala (von 1-5) die Fähigkeit des/der Mitarbeiters/Mitarbeiterin, Hindernisse für die Zusammenarbeit zu beseitigen.
  • Der/die Mitarbeiter/in schätzt und respektiert die Unterschiede zwischen den Teammitgliedern.
  • Der/die Mitarbeiter/in reagiert positiv, wenn er/sie konstruktives Feedback erhält.

Beziehungsaufbau und -pflege

  • Der/die Mitarbeiter/in trägt zur Konfliktlösung bei.
  • Der/die Mitarbeiter/in ist sensibel für die unausgesprochenen Gefühle anderer.
  • Der/die Mitarbeiter/in erkennt, wenn andere Hilfe und Unterstützung benötigen.
  • Der/die Mitarbeiter/in sucht nach Gemeinsamkeiten und baut die Zusammenarbeit auch unter schwierigen Umständen auf.
  • Der/die Mitarbeiter/in ist gut darin, Probleme zu lösen, bevor sie außer Kontrolle geraten.

Interpersonelle Fähigkeiten

  • Der/die Mitarbeiter/in denkt logisch, wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen.
  • Der/die Mitarbeiter/in zeigt Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit.
  • Der/die Mitarbeiter/in lernt aus Fehlern.
  • Der/die Mitarbeiter/in geht gut mit Verantwortung um.
  • Der/die Mitarbeiter/in nimmt Probleme mit einer positiven Einstellung an.

Interpersonelle Kommunikation

  • Der/die Mitarbeiter/in kann komplexe Informationen klar und verständlich vermitteln.
  • Der/die Mitarbeiter/in hört aktiv zu und berücksichtigt andere Ansichten.
  • Der/die Mitarbeiter/in kann eigene Ansichten klar und prägnant formulieren.
  • Der/die Mitarbeiter/in geht konstruktiv mit Meinungsverschiedenheiten um.
  • Der/die Mitarbeiter/in vermittelt Glaubwürdigkeit und Kompetenz, wenn er/sie mit anderen kommuniziert.

Planung und Organisation

  • Der/die Mitarbeiter/in verwaltet den eigenen Workload gut.
  • Der/die Mitarbeiter/in plant langfristig.
  • Der/die Mitarbeiter/in folgt den bestehenden Verfahren und Prozessen.
  • Der/die Mitarbeiter/in identifiziert klare Ziele und Prioritäten.
  • Der/die Mitarbeiter/in priorisiert Aufgaben zur Einhaltung von Fristen

In welcher Hinsicht unterscheiden sich diese Fragen nun zu den Fragen eines Performance Reviews und warum ist es so wichtig, dem Mitarbeiter Feedback auf sein wertekonformes Verhalten zu geben?

Im Gegensatz zum Performance Review, bei dem die Leistungsbeurteilung des Mitarbeiters im Vordergrund steht, konzentriert sich 360 Grad Feedback auf beobachtbare, wertekonforme Verhaltensweisen und Fähigkeiten des Mitarbeiters. Diese Art von Feedback ist wichtig, da es nicht nur Vorteile für den Mitarbeiter selbst, sondern auch für das Team und die gesamte Organisation mit sich bringt. Mit Hilfe eines 360 Grad Feedbacks gelingt es beispielsweise Mitarbeitern, ihre Schwächen und Stärken besser zu verstehen, was zu einer verbesserten Selbstwahrnehmung beiträgt. Zudem werden die Zusammenarbeit und Leistung im Team gefördert sowie eine positive Einstellung gegenüber einer Feedbackkultur auf Organisationsebene erzeugt.  

Abschließend bleibt festzuhalten, dass es kein Patentrezept für den perfekten 360 Grad Feedbackprozess gibt. Der Prozess sollte so individuell wie eine jede Firmenkultur gestaltet sein. Unterschiedliche Unternehmenskulturen und -werte machen demnach unterschiedliche Fragebögen und Fragen notwendig.

Mehr zu 360 Grad Feedback gibt es hier.

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