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Eindrücke vom ersten OKR Forum München

OKRsZielmanagement

Über 80 OKR Interessierte hatten sich am 07.03.2017 zum ersten OKR Forum Munich in den Büroräumen von Deloitte Digital angemeldet. Ziel war es, sich über Objectives and Key Results (OKRs) zu informieren, Anregungen auszutauschen und Gleichgesinnte kennenzulernen. Im Mittelpunkt des Meetups standen zwei Expertenvorträge und eine Paneldiskussion zu Erfahrungen mit OKRs in der Unternehmenspraxis. Für alle, die an der Veranstaltung nicht teilnehmen konnten, folgt ein kurzer Überblick zu den Speakern und Key Learnings der Veranstaltung.

Patrick Lobacher: “OKRs müssen sich dem individuellen Unternehmenskontext anpassen”

Patrick Lobacher, Vorstandsvorsitzender der Pluswerk AG, gab in seinem Vortrag Einblicke in die Einführung und Anwendung von OKRs in der Unternehmenspraxis aus seiner Erfahrung als OKR Berater. Lobacher betonte, dass Unternehmen bei der Einführung von OKRs ihre individuellen Gegebenheiten berücksichtigen müssen. Als ein problematisches Beispiel nannte er die Orientierung vieler Unternehmen an dem OKR-Vorreiter Google. Gerade europäische und deutsche Unternehmen sollten bei der Einführung von OKRs regionale und unternehmensspezifische Besonderheiten beachten. Denn nicht die Organisation sollte sich an den OKRs ausrichten. Im Gegenteil: Die OKR Prozesse müssen an die Bedürfnisse des Unternehmens angepasst werden. Der erwünschte Wandel in der Unternehmens- und Arbeitskultur erfolgt dann ganz natürlich aus der täglichen Anwendung der OKRs heraus. Dazu müssen die OKR Prozesse jedoch kontinuierlich und diszipliniert weiterentwickelt werden. Beispielsweise sollte die in vielen Unternehmen vorherrschende Top-down Delegierung” von Zielen schrittweise einer gemeinsamen Bottom-up Zielentwicklung weichen.

OKR Forum München - Deloitte Digital

Roman Rackwitz: “OKRs helfen, intrinsische Mitarbeitermotivation zu schaffen”

Roman Rackwitz, Gamification Experte und Unternehmensführer von EngagingLab, stellte eindrucksvoll dar, wie OKRs dabei helfen können, Mitarbeiter intrinsisch zu motivieren.

Zuerst erklärte Rackwitz, dass intrinsische Motivation, also Arbeit um der Arbeit willen, eine besonders nachhaltige und starke Motivationsquelle für Mitarbeiter darstellt. Eine intrinsische Mitarbeitermotivation lässt sich besonders gut durch Gamification aber auch OKRs erreichen. Denn viele Elemente von Spielen, die intrinsische Motivation entstehen lassen, sind auch in OKRs angelegt. Wie Spiele geben OKRs zwar Ziele vor, lassen jedoch großen Spielraum bei der Zielerreichung, was die Kreativität der Mitarbeiter erhöht und sie im positiven Sinne herausfordert. Zudem geben OKRs Mitarbeitern einen Überblick über den aktuellen Stand der Zielerreichung und die nächsten Meilensteine (Key Results), die auf dem Weg dorthin bewältigt werden müssen. Auf diese Weise können sich Mitarbeiter gut orientieren und haben einen transparenten Einblick in ihre eigene Leistungsentwicklung. OKRs, so Rackwitz’ Fazit, können somit in Unternehmen intrinsische Mitarbeitermotivation ermöglichen.

OKR Forum München

Paneldiskussion: Praktische Erfahrungen mit OKRs im Unternehmensalltag

In einer Paneldiskussion moderiert von Johannes Müller (CEO, Workpath) gaben Fabrice Wegner (Manager, Deloitte Digital), Hanno Renner (CEO, Personio) und Tina Dreimann (Senior Strategy & Product Manager, kartenmacherei) Einblicke in ihre wichtigsten Erfahrungen bei der Einführung und Anwendung von OKRs und beantworteten Fragen aus dem Publikum. Dabei wurden insbesondere das Verhältnis von Hierarchie und OKRs, die Integration von OKRs in agile Methoden wie Scrum oder der Unterschied zwischen OKRs in großen Unternehmen und kleinen Teams diskutiert. Von den Vorträgen und der Diskussion angeregt, tauschten sich die Gäste dann in ungezwungener Atmosphäre über ihre Eindrücke und persönliche Erfahrungen mit OKRs aus.

Die Speaker:

Roman Rackwitz
Roman Rackwitz ist Gründer von EngagingLab, der ersten Gamification Beratung im deutschsprachigen Raum. Seit 2012 wird Rackwitz in der Top 10 der weltweiten Gamification und Engagement Experten gelistet. Rackwitz bringt Engagement Design und Motivationspsychologie in den Kontext der Arbeitswelt und hilft Unternehmen dabei, ihre internen und externen Prozesse anregender und attraktiver für Mitarbeiter und Kunden zu gestalten.
Patrick Lobacher
Patrick Lobacher ist Vorstandsvorsitzender der Kommunikationsagentur Pluswerk AG und einer der deutschen Pioniere in der OKR Beratung. Mit seinem Unternehmen kann Lobacher auf mehr als 50 OKR Projekte mit Jungunternehmen, Mittelständlern und Konzernen zurückblicken.
Tina Dreimann
Tina Dreimann ist Business & Agile Coach bei der Kartenmacherei. Dort arbeitet sie mit verschiedenen crossfunktionalen (Scrum) Teams auf der Basis von OKRs. Zuvor war Dreimann bei Bain und als Business Unit Leader bei FriendScout24 tätig.
Hanno Renner
Hanno Renner ist Mitgründer und Unternehmensführer des HR Tech Unternehmens, dass eine ganzheitliche HR Management und Recruiting Software für moderne, etablierte Unternehmen mit 10-1000 Mitarbeitern anbietet. Personio arbeitet seit seiner Gründung vor knapp 2 Jahren mit OKRs.
Fabrice Wegner
Fabrice Wegner beschäftigt sich als Manager bei Deloitte Digital Ventures mit den Themen Produktmanagement und agile Softwareentwicklung. Bei Deloitte Digital arbeitet Wegner bereits seit 1,5 Jahren mit OKRs, sowohl als Anwender als auch als Führungskraft und hat OKRs bereits bei mehreren Kunden eingeführt.
Johannes Müller
Johannes Müller ist Gründer und Geschäftsführer von Workpath. Das Unternehmen bietet eine Software-as-a-Service Lösung für das Ziel- und Performancemanagement in Organisationen.
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